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Malteser Schwerte

Geschichte der Schwerter Malteser

1961 Der Anfang

Der Kreis der Gründungmitglieder des Malteser Hilfsdienst in Schwerte kommt aus der katholischen Jugend

Gottlieb Angresius, Manfred Schumann, Norbert Göbel und Heinz Weidlich ergriffen in diesem Jahr die Initiative und gründeten den MHD in Schwerte. Zum ersten Stadtbeauftragten wurde Gottlieb Angresius ernannt. Unter seiner Leitung nahm schon unmittelbar nach der Gründung der MHD seine Tätigkeit in Schwerte auf

1962 Erste Erfolge sind sichtbar

Knapp drei Monate nach seiner Gründung konnte der MHD eine beachtliche Leistungsbilanz in der Ersten-Hilfe Ausbildung vorweisen.
Aus beruflichen Gründen übergibt der Stadtbeauftragte sein Amt an Manfred Schumann.
Der Sonntagsdienst im Marienhospital wird aufgenommen.
Ende 1962 hat der Malteser Hilfsdienst 30 Mitglieder, davon sind 9 aktive Mitglieder.
Die ersten Sanitätseinsätze werden übernommen.
Vom 22. bis 28.08. nimmt eine kleine Gruppe der Schwerter Malteser gemeinsam mit Helferinnen und Helfern aus der Erzdiözese Paderborn am Sanitätsdienst beim 79 Katholikentag in Hannover teil.

1963 - 1968 Gemeinschaft und Aufgaben festigen sich

Der MHD ist nun zu einer festen Einrichtung in Schwerte geworden. Die Helferinnen und Helfer mit dem achtspitzigen Kreuz können nun fast jedes Wochenende bei den verschiedensten Veranstaltungen, sportlicher, kultureller oder religiöser Art, zum Sanitäts- und Betreuungsdienst angetroffen werden. Als fester Aufgabenschwerpunkt hat sich die Breitenausbildung der Bevölkerung in Erster-Hilfe herausgestellt.
Im Jahre 1968 bekommt der MHD seine erste eigene Unterkunft in der Hagener Str. 10 in Schwerte. Diese Unterkunft besteht aus einem Raum, der für die wöchentlichen Dienstabende und als Materialraum genutzt wird.

1969 Eine neue Unterkunft - bessere Arbeitsmöglichkeiten

In der Poststr. 4 hat der Malteser Hilfsdienst ab 1969 sein zu Hause. Die Dienststelle, größer, geräumiger, bietet eine optimale Möglichkeit, die Kurse für die Bevölkerung nunmehr in eigenen Räumen durchzuführen. Die Unterkunft ist aber nicht nur Ausbildungsraum, sondern auch stetiger Treffpunkt für die größer werdende Malteser Gruppe.

1970 - 1971 Das erste Fahrzeug

Ein großer Wunsch der Schwerte Malteser geht in Erfüllung. Das erste Einsatzfahrzeug kann angeschafft werden. Damit wird die Einsatzbereitschaft bei Sanitätsdiensten wesentlich verbessert.

1972 Krankentransport - ein neuer Aufgabenbereich

Der MHD übernimmt den ersten Bereitschaftsdienst im Krankentransport an den Wochenenden. Jeweils von Freitag 18:00 Uhr bis Montag 07:00 Uhr sind die freiwilligen Helfer des MHD mit ihrem Fahrzeug im Einsatz.
Unter dem Motto zu neuen Ufern führen die Orthopädischen Anstalten in Volmarstein eine große Ausflugsfahrt auf dem Rhein durch. Der MHD Schwerte sorgt am 16.04.,22.04. und 29.04.1972 für den Transport der Behinderten nach Köln, in Zusammenarbeit mit anderen Dienststellen aus dem Ruhrgebiet.
Manfred Schumann übergibt das Amt des Stadtbeauftragten an Helmut Brink. Für seine Arbeit im MHD wird Manfred Schumann bei der Amtsübergabe mit der Verdienstplakette des Malteser Hilfsdienst in Silber ausgezeichnet.

1973 - 1974 Mehr Ausbildung - bessere Leistungen

Der Krankentransport, der weiterhin viel Zeit und Idealismus fordert, wird kontinuierlich durchgeführt. Der MHD als Fachverband im Deutschen Caritas Verband unterstützt in diesem Jahr mit seinen Helfern die jährliche Altkleidersammlungen des Caritasverbandes
1020 Teilnehmer besuchten die Unterweisung in Sofortmaßnahmen am Unfallort und 234 Personen nahmen an Erste-Hilfe Grundkursen teil.

1975 Hauptamtlicher Krankentransport und und und ...

Der Anfang des hauptamtlichen Krankentransportes. Nunmehr auch an den Wochentagen sieht man den Krankenwagen des MHD im Einsatz.
Helmut Brink übergibt das Amt des Stadtbeauftragten an Martin Lowinski.
Dank einer großen Zahl an Spenden kann der MHD einen VW-Transporter Krankenkraftwagen nach DIN 75080 erwerben, der von nun an frü den Krankentransport eingesetzt wird.
Ein nicht alltäglicher Krankentransport dauerte drei Tage - von der Ruhrstadt bis zur Südspitze Italiens.

1976 Haus- und Straßensammlung / Neues Funkgerät

Nicht zuletzt durch eine große Haus- und Straßensammlung wird es dem MHD in Schwerte möglich ein Vielkanalfunkgerät modernster Ausführung zu kaufen. Der Krankentransport wird dadurch noch sicherer.

1977 Krankentransport in Gefahr ! / Ein Jahr der Spenden

Ende 1977 droht das AUS für den so gut begonnenen Krankentransport. Personalschwierigkeiten - auch die gibt es beim MHD - waren der Grund. Jedoch durch das Engagement der ehrenamtlichen Helfer konnte das Personalproblem so lange überbrückt werden, bis sich die Lage geklärt hatte und der Krankenwagen des MHD nicht von den Straßen in Schwerte verschwand.
Die Stadtsparkasse Schwerte unterstützt die Arbeit der Schwerter Malteser durch eine Spende in Höhe von DM 6500,00.
Die CDU Fraktion in Schwerte spendete DM 2230,00 und die Schüler der Tanzschule Brinkmann-Thiele überreichten ein mit DM 538,00 prall gefülltes Sparschwein.

1978 Gemeinsam geht es besser

In diesem Jahr gibt der Rat der Stadt Schwerte grünes Licht zur Zusammenarbeit zwischen MHD, DRK und Feuerwehr. Von nun an werden die Krankentransporte in Schwerte von der Feuerwehr vergeben und gesteuert. Für die Schwerter Bürger bedeutet dies eine Verbesserung des Krankentransportes und des Rettungsdienstes in Schwerte. Fahrzeuge kommen schneller und gezielter zum Einsatz, Doppelbestellungen werden vermieden.
Martin Lowinski übergibt das Amt des Stadtbeauftragten an Wolfgang Boos.

1979 St. Marien gibt uns ein zu Hause

Umzug von der Poststraße in das neu errichtete Pfarrheim der St. Mariengemeinde an der Goethestr. 22. Zwar ist der eigentliche Raum für die Malteser kleiner als in der Poststraße, jedoch steht das Pfarrheim in seiner Gesamtheit mit seinen Räumen und Sälen auch dem MHD zur Verfügung. Mit einer Türkollekte in den kath. Pfarrgemeinden in Schwerte werden die Malteser finanziell beim Umzug unterstützt.
Der 12. Dezember 1979 ist das Zulassungsdatum für einen neuen Krankenkraftwagen. Ein nagelneuer VW-Transporter wird nun für den Krankentransport eingesetzt.

1980 Ein Versuch - Sitzkrankentransporte

Die Anschaffung eines PKW VW Golf Diesel schafft die Voraussetzung für den Beginn des Sitzkrankentransportes. Aufgabe dieses Dienstes soll es sein, besonders betreuungsbedürftige, aber gehfähige Patienten, Medikamente, Blutkonserven und eilige Gewebeuntersuchungen zu transportieren.
Die Caritas Schwerte spendete dem MHD ein EKG Sichtgerät im Wert von DM 2600,00 für den Krankenwagen.

1981 Mehr hauptamtliche Mitarbeiter

Für den Krankentransport wird ein weiterer hauptamtlicher Mitarbeiter eingestellt. Steigende Transportzahlen sind in diesem Jahr für diesen Dienst zu verzeichnen.
Die Zahl der ausgebildeten Rettungssanitäter erhöht sich um 3 Helfer auf nunmehr 6.

1982 Ein ereignisreiches Jahr

Anfang Januar geht für die Helfer des MHD ein langersehnter Wunsch in Erfüllung. Durch stetiges Sparen und Betteln (Türkollekte, Spenden und Altkleidersammlungen) kann der MHD einen gebrauchten Rettungswagen erwerben. Das Fahrzeug wird sowohl für den Stadtrettungsdienst als auch für Sanitätseinsätze eingesetzt.
Erstmalig führt der MHD im Pfarrheim St. Marien einen Erste-Hilfe Grundlehrgang an einem Wochenende durch. Ein Versuch die Ausbildung attraktiver zu machen, erweist sich als Volltreffer. Die Teilnehmer des ersten Wochenendlehrganges, 32 an der Zahl, nehmen jeweils samstags und sonntags von 09:00 bis 16:30 Uhr an der Ausbildung teil.
Für den Rettungswagen bekommt der MHD einen Defibrillator zur Verfügung gestellt.
Der MHD Schwerte kommt mit seinem Rettungswagen und seinem PKW beim 87. deutschen Katholikentag in Düsseldorf zum Einsatz.
Der Dienst mit dem PKW muss aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt werden. Selbstkostenbeteiligung und neue Richtlinien im Gesetz zur Personenbeförderung machen es unmöglich, dass dieser Dienst weiter aufrecht erhalten wird.

1983 Malteser in Rom

Michael Thoms von den Schwertern Maltesern zählt zum achtköpfigen Team der Helferinnen und Helfern aus dem Erzbistum Paderborn, das in der Zeit von 10. bis 24.09.1983 auf dem Petersplatz in Rom den Sanitätsdienst aus Anlass des hl. Jahres versieht.
Vom 30.10. bis 06.11.1983 nimmt Gerhard Scholz vom MHD Schwerte als Gruppenführer an der 2. Malteser-Wallfahrt mit Kranken und Behinderten nach Rom teil.
Die Rettungssanitäterfortbildungen, die 1982 als Versuch begannen, werden 1983 als fester Teil in das Ausbildungsprogramm aufgenommen. In diesem Jahr verfügt der MHD in Schwerte über die stolze Zahl von 13 ausgebildeten Rettungssanitätern
In Schwerte wird mit dem ersten Schwesternhelferinnenlehrgang begonnen.

1984 Etwas ganz Neues

Der am 06.10.1983 begonnene Schwesternhelferinnenlehrgang wird von 16 Teilnehmern erfolgreich am 03. März 1984 beendet.
Die Einsätze des MHD Rettungswagens im Stadtrettungsdienst nehmen zu. Die Mitglieder des Lions-Club Schwerte spenden dem MHD einen Baby-Notfall-Koffer.
Die Erste-Hilfe Wochenendlehrgänge sind zur festen Einrichtung geworden.
Bei der in diesem Jahr stattfindenden Diözesanversammlung in Rheda-Wiedenbrück wird der Stadtbeauftragte Wolfgang Boos aus Schwerte in den Diözesanvorstand gewählt und der Helfer Thorsten Trelenberg zum stellv. Deligierten des MHD.
Im September 1984 beginnt der MHD Schwerte als erste Dienststelle in der Erzdiözese Paderborn mit der Ausbildung von Rettungssanitätern nach dem neuen 520 Stunden Modell.
Auf Initiative von Gerhard Quick wird eine neue Aufgabe in Leben gerufen, die bundesweit im Malteser Hilfsdienst Erwähnung findet. Radio Malta nimmt am 20.10.1984 im Marienkrankenhaus seine Sendungen auf.
Ende 1984 übernimmt die Geschäftstelle Schwerte die Verwaltungsaufgaben für die Dienststellen Lünen, Schwerte und Unna. Wolfgang Boos wird am 04.12.1984 zum Kreisbeauftragten für den Kreis Unna und Gerhard Scholz, hauptamtlich Dienststellenleiter beim MHD in Schwerte, zum Kreisbereitschaftsführer für die Katastrophenschutzeinheiten des MHD im Kreis Unna ernannt.

1985 - 1986 Erstes Jubiläum

In diesem Jahr besteht der Malteser Hilfsdienst in Schwerte 25 Jahre.
Nicht ganz ohne Stolz blicken die Schwerter Malteser auf die letzten Jahre zurück. Doch trübt dies nicht den Blick für bevorstehende Aufgaben.
Dringend nötige Neuanschaffungen werden erfoderlich. Der RTW, inzwischen 13 Jahre alt, hat ausgedient und ein neues Fahrzeug muss her. Das Alarmierungssystem über Funkmeldeempfänger wird erweitert. Dies alles kostet viel Geld und wird Dank zahlreicher Spenden auch ermöglicht.
Im September 1985 ist die Abschlussprüfung des Rettungssanitäterkurses.

Zum Ende des Jahres 1986 wird am 14.11. der „neue" RTW in Dienst genommen. Es handelt sich um einen VW LT31 mit Werksausbau der Fa. Volkswagen. Ein sehr einzigartiges Auto, da es für die Belange des Werkes der Fa. Volkswagen mit speziellen Teilen ausgestattet war. Dies machte Reparaturen nicht immer zum Kinderspiel und zum Teil auch recht teuer.


1987 - 1988

Großeinsatz auf der Autobahn BAB1: Ein Schneesturm hatte hunderte von Autofahrern überrascht und unfreiwillig zum Stillstand gebracht. Die Malteser helfen die ganze Nacht über mit Decken und warmen Getränken aus.

Die Malteser erhalten im April 1988 ihren ersten KTW der Stadt. Das Fahrzeug ist ein VW T3 mit Hochdach und einem Ausbau der Fa. Weinsberg. Diese Fahrzeug war eine Besonderheit: Ein kommunales Fahrzeug im Corporate Design des Malteser Hilfsdienst.

1989

Übernahme des Ärztlichen Notfalldienstes von der Feuerwehr. Die Malteser fahren den diensthabenden Arzt zu Hausbesuchen in den Zeiten, in denen die Praxen geschlossen sind. Zusätzlich werden außerhalb der Sprechzeiten des Ärztlichen Notfalldienstes die Gespräche durch den Fahrer des Malteser Hilfsdienstes angenommen.

1990

Die Malteser sind die ersten im Kreis Unna, die Rettungsassistenten vorweisen können. Gerhard Scholz und Torsten Trelenberg sind die ersten, die die Urkunden in den Händen halten dürfen. Die Urkunden sind, da es sich noch um Neuland für den Kreis Unna handelte, von der Bezirksregierung in Arnsberg ausgestellt.

1991 - 1992

Die Malteser erhalten Ihren ersten eigenen wirklich neuen Rettungswagen. Das Fahrzeug ist wie schon das Vorgängermodell ein VW LT31. Es eines der ersten Fahrzeuge im Rettungsdienst mit moderner Inneneinrichtung. Ermöglicht wurde dies unter anderem durch eine sehr großzügige Spende der Sparkasse Schwerte.

Ende des Jahres 1991 wird Radio Malta eingestellt. Durch Einführung des Kabelfernsehens verliert ein Großteil der Patienten das Interesse an den durch die Malteser gestalteten Rundfunk.

Die Malteser schicken am 23.02.1992 einen Hilfsgütertransport nach Korostyn bei Tschernobyl auf dem Weg. An Bord Hilfsgüter im Wert von fast DM 40.000,00, finanziert durch Spenden der Schwerter Bevölkerung. Die Fülle der Hilfsgüter macht es notwendig, dass zusätzliche LKW besetzt werden müssen. Die Stadt Schwerte hilft mit zwei hauptamtlichen Feuerleuten aus.

1993 - 1994

Erster Hilfsgütertransport nach Kowel/Ukraine. Die ehrenamtlichen Helfer sind erschüttert über die Situation vor Ort. Schnell wird klar, dass hier noch sehr sehr viel mehr Hilfe notwendig ist.

Zweiter Hilfsgütertransport nach Kowel/Ukraine. Der Malteser Hilfsdienst Kowel wird am 31.10.1994 gegründet. Vor Ort sollen die Malteser vor allem eine Kleiderkammer aufbauen, die sozial Schwache und an der armutsgrenze lebende Personen mit guter gebrauchter Kleidung zu versorgen. Ferner soll über diesen Stützpunkt die Verteilung von Rehamitteln, wie Rollstühle und Gehhilfen organisiert werden.

1995 Pakete statt Pershing

Seit Jahren untersützen die Malteser das Hammer Forum. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit werden am 28.01. kriegsverletzte Kinder aus Afghanistan am Frankfurter Flughafen abegholt und in Kliniken in ganz Deutschland verteilt. Die Schwerter Malteser sind mit dabei.

Die Malteser erhalten kostenfrei einen 10 Jahre alten MAN Sattelschlepper von der Bundeswehr. Das Fahrzeug transportierte unter anderem Pershing-Raketen und schultert nun paketeweise freundschaftliche Aufbauhilfe für die Ukraine. Das Fahrzeug ist in einem guten Zustand und stellt dies eindrucksvoll bei seiner ersten Reise in die Ukraine bei Schnee und Eis unter Beweis.


1996 Der ärztliche Notdienst zieht um

Der vom MHD betreute Ärztliche Notfalldienst zieht von den Räumen an der Lohbachstraße neben die Wache der Malteser auf dem Gelände des Marienkrankenhauses. Der Wechsel wird von den Schwerter Bürgern sehr gut angenommen. Befürchtungen, dass durch die räumliche Nähe zum Marienkrankenhaus mehr Personen in das Krankenhaus eingewiesen werden, bestätigen sich nicht. Die Zahlen sind eher rückläufig.

Erneut fahren die Malteser Hilfsgüter in die Ukraine. Das Leid der Menschen hat sich nicht verbessert. Teilweise müssen die Menschen ohne Heizung und warmes Wasser auskommen. Und das bei Minustemperaturen zwischen 17 bis 19 Grad.
Für den seit 1991 stetigen Aufbau der Osteuropahilfe, vor allem in der Ukraine, erhält Gerhard Scholz das Bundesverdienstkreuz am Bande.

Der Papst besucht Deutschland. Die Malteser stellen den Rettungsdienst für die VIP.

1997

Am 1. März fahren die Malteser wieder nach Kowel. Dringend benötigte Medikamente und Kleidung werden vom MHD in die Ukraine gebracht.

Unter der Einsatzleitung von Gerhard Scholz findet am 30.08. in Herne die Sanitätsdienstliche Versorgung beim Backstreet Boys Konzert statt. Über 200 Einsatzkräfte, 10 Rettungs- und Krankenwagen, 2 große Verbandplätze mit einer Kapazität von ca. 100 Aufnahmestellen sowie Betreuungseinrichtungen für den Dienst wurden bereitgestellt. Der Aufwand war berechtigt. 1028 Teenager mussten sanitätsdienstlich betreut werden, 40 davon wurden in die umliegenden Krankenhäuser transportiert.

Der 1988 durch die Stadt bereitgestellte KTW vom Typ VW T3 geht außer Dienst. An die Stelle rückt ein Mercedes-Benz Sprinter mit langem Radstand. Das Fahrzeug ist, wie es sich für ein „kommunales" Fahrzeug gehört in Tageslichtleuchtfarbe lackiert.
Auch unser RTW vom Typ VW LT31 geht außer Dienst. Auch für dieses Fahrzeug kommt ein Mercedes-Benz Sprinter. Der RTW besitzt wieder mal ein technisches Schmankerl, dass bis dahin selten auf deutschen Straßen zu sehen war. Das Fahrzeug ist einer der ersten mit Kofferaufbau und wird seitdem allseits kritisch beäugt. Der Koffer stammt von der Fa. Fawi und wurde von der Fa. Wietmarscher Ambulanz- und Sonderfahrzeuge ausgebaut.

1998

Schwere Flutkatastrophe in der Ukraine. Schwerter Malteser helfen mit Ihrem Sattelzug aus, und bringen Hilfsgüter in die überschwemmten Gebiete. Die Spendenbereitschaft der Schwerter Bevölkerung ist wieder groß.

Der Malteser Hilfsdienst e.V. befindet sich im Umbruch. Eine Trennung zwischen Haupt- und Ehrenamt wird vollzogen. Seitdem sind die beiden Ämter wirtschaftlich unabhängig. Neue Führungsstrukturen werden geschaffen, so dass das Hauptamt in den Bezirk Dortmund eingegliedert wird. Bezirksgeschäftsführer des Bezirks ist Patrick Wilk.


1999 - 2000

Gerhard Scholz wird Geschäftsführer für die Dienststellen Hagen, Iserlohn und Schwerte. Amtssitz ist die Geschäftstelle in Hagen. Die Dienststellenleitung in Schwerte übernimmt Dominik Kost.

Schweres Busunglück im Dortmunder Süden. Ein Linienbus der Dortmunder Stadtwerke kollidiert mit einem entgegenkommenden Schulbus, der mit 29 Kindern besetzt ist. Die Malteser aus Schwerte sind mit als Erste am Notfallort.

Einer der Gründer des Malteser Hilfsdienstes in Schwerte Manfred Schumann verstirbt.

Der Dienstsitz des Geschäftsführers Gerhard Scholz wird im Jahr 2000 nach Hagen verlegt, da die Situation in Hagen eine Vorort-Geschäftsführung notwendig macht.

2001 - 2002 Kranke Kommune

Martin Dörstelmann wird Dienststellenleiter und löst Dominik Kost ab, der zum Malteser Hilfsdienst nach Hagen wechselt.

Bedingt durch zahlreiche Krankheitsfälle bei der Feuerwehr der Stadt Schwerte springen die Malteser mehr als einmal in die Bresche und leisten zusätzlich fast 2200 Personalstunden damit der Rettungsdienst der Stadt Schwerte aufrechterhalten bleibt. Hinzu kommt, dass durch den Totalschaden des RTW 2, der RTW der Malteser zum ständigen Straßenbild der Stadt Schwerte gehört.

Wolfgang Heidinger wird neuer Bezirksgeschäftsführer für den Bezirk Dortmund und ist somit neuer Ansprechpartner für die Dienststelle Schwerte, da inzwischen die Geschäftführung durch die Geschäftstelle Hagen aufgelöst wurde.

Martin Dörstelmann wird stellv. Qualitätsbeauftragter für den Bezirk Dortmund.

2003 Dienstausweitung / Zivildienstärger

Der 01.01. beschert uns, bedingt durch die Rettungsdienstbedarfsplanung für den Kreis Unna, eine Dienstausweitung des kommunalen KTW um 41%. Neue Dienstzeit für dieses Auto ist von nun an Mo.-Fr. in der Zeit von 07:00 - 19:00 Uhr. Verhandlungen mit der Stadt bezüglich eines dritten RTW an Sonn- und Feiertagen haben leider keinen Erfolg.

Das Bundesamt für den Zivildienst beschließt einen Stopp der Einberufungen, da nicht genügend Haushaltstage vorhanden sind. Faktisch bedeutet dies, dass sehr viele Dienststellen in Deutschland keine neuen Zivildienstleistenden bekommen. Lösung müssen gesucht werden und werden auch gefunden: das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ). Statt Zivildienst ist es möglich ein FSJ zu machen. Dies ist bei uns möglich, und so begibt sich die Dienststelle Schwerte zu neuen Ufern. Am 01.07. des Jahres beginnen 4 Mitarbeiter ein Freiwilliges Soziales Jahr.

2004

Eine Ära geht zu Ende. Aus Kostengründen wird der organisationseigene RTW zum 31.03. abgeschafft. Stattdessen bekommen die Malteser für den Dienst am Wochenende und an Feiertagen ein Fahrzeug der Kommune gestellt. Dies ist Mercedes-Benz Sprinter 416 CDI mit Kofferaufbau der Fa. Fahrtec.
Die Malteser in Schwerte steigen vermehrt in den Rückholdienst ein, da der Bezirk Dortmund seit 01.03. den Grundlast-Langstrecken KTW der Region NRW stellt, und somit vermehrt Zusatzanfragen über den Bezirk eingehen. Allein in den ersten 5 Monaten fährt der MHD Schwerte europaweit fast 13.000 km, um verunfallte oder erkrankte Patienten nach Hause zu bringen.


Weitere Informationen

Unser Spendenkonto: Malteser Hilfsdienst e.V.  |  Pax-Bank  |  IBAN: DE59370601201201216881  |  BIC / S.W.I.F.T: GENODED1PA7